| PROPRIUM | DES PREDIGERORDENS | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Heiliger Raimund von Peñafort
Raimund wurde um 1175 zu Peñafort (auch: Penyafort) bei Barcelona geboren. Nach dem Studium der »Freien Künste« und der Theologie wurde er zum Priester geweiht. Er studierte in Bologna Rechtswissenschaften und lehrte nach Erwerb des Doktorates Philosophie und Kirchenrecht.
Allen ein Vorbild wegen seiner Tugend, war er unerwüdlich bestrebt, die Verehrung der heiligen Gottesmutter im Volk zu verbreiten und zu vertiefen. Mit Eifer sorgte er sich um die Heranbildung der Priester für den Seelsorgedienst. Papst Gregor IX. berief in 1230 als päpstlichen Pönitentiar und Berater an die Kurie nach Rom ud gab ihm den Auftrag, eine Sammlung der päpstlichen Dekrete herauszugeben Drei Jahre widmete er sich dieser Aufgabe. Die Mitglieder des Generalkapitels von Bologna 1238 wählten ihn zum Ordensmeister. Er folgte auf Jordan von Sachsen, der ein Jahr zuvor gestorben war. Zwei Jahre später legte er sein Amt nieder und kehrte nach Katalonien zurück. Mit besonderer Liebe nahm Raimund sich der Armen und der Gefangenen an. Zusammen mit dem hl. Petrus Nolaskus, dessen Beichtvater er war, sorgte er sich um die Christen, die von Mohammedanern gefangengehalten wurden. Zu ihrer Befreiung gründete er gemeinsam mit ihm den Orden der Mercedarier. Auch das Apostolat bei den Juden lag ihm besonders am Herzen. Er förderte die Missionen in Nordafrika. In echter Sorge um den Dialog mit dem Islam ermunterte er die Missionare, die arabische Sprache zu lernen und den Koran zu studieren. Fast hundertjährig starb Raimund am 6. Januar 1275 in Barcelona. Von Papst Clemens VIII. wurde er am 29. April 1601 heiliggesprochen.
Quelle: Proprium des Predigerordens, EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991, ISBN 3-88096-669-9
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