Heilige Margarita von Ungarn
Foto: 1318, Fresko in der Unterkirche des Franziskus in Assisi.
 
Materialien

Heilige Margarita von Ungarn

Gedenktag
18. Januar - Gedenktag
Geboren
* 1242
Gestorben
† 18. Januar 1270
Stand
Jungfrau, Ordensfrau
Kanonisation
Heiliggesprochen durch Papst Pius XII. am 19. November 1943
Attribute
mit Lilie, mit Krone zu ihren Füßen, Mantel mit Sternen

 

In der Mitte des 13. Jahrhunderts drängten die Tataren in Ungarn und Pannonien ein und drohten das Land zu verwüsten. Als König Bela IV. und seine Gemahlin Maria Lascaris in der Festung Dalmata belagert wurden, flehten sie im Gebet zu Gott und gelobten, das Kind, das die Königin erwartete, ihm zu weihen, damit das Vaterland vor weiterer Zerstörung verschont werde.

1242 wurde ihnen ein Mädchen geboren, das sie Margarita nannten. Die Eltern erfüllten ihr Versprechen. Im Alter von vier Jahren vertrauten sie das Kind den Dominikanerinnen von Veszprem zur Erziehung an.

Als Zwölfjährige ging Margaria in das neue Kloster, das ihr Vater auf einer Donauinsel bei Buda hatte erbauen lassen. Dort legte sie in die Hände des Ordensmeisters Humbert von Romans ihre Profeß ab.

Sie lebte mit außergewöhnlichem Eifer und weihte sich ganz Christus, dem Gekreuzigten. In harten Bußübungen und strengem Fasten, ständig im Gebet, sühnte sie die Vergehen der furchtbaren Kriege, die in ihrer Heimat immer wieder aufflammten.

Tatkräftig setzte sie sich für die Wiederherstellung von Frieden und Gerechtigkeit ein. Überaus griß war ihre Demut, gern und mit Freude tat sie ihren Mitschwestern die einfachsten und niedrigsten Dienste. Sie pflegte die Kranken, derer sich niemand aus Angst vor Ansteckung annehmen wollte.

Margarita war von großer Liebe zum Geheimnis der Eucharistie und zum Leiden Christi erfüllt. Inständig flehte sie zum Heiligen Geist und verehrte die Gottesmutter. So opferte sie ihr Leben der Buße auf für die Befreiung ihres Volkes von den Tatareneinfällen.

Margarita starb mit 28 Jahren am 18. Januar 1270. Papst Pius XII. hat sie am 19. November 1943 heiliggesprochen.

 


Quelle: Proprium des Predigerordens, EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991, ISBN 3-88096-669-9

 

 

   
     
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