Sel. Jordan von Sachsen
Foto: Fresco, 1237, von Fra Angelico, heute im Kloster San Marco in Florenz
 
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ISBN-10: 3746215749

Seliger Jordan von Sachsen

Gedenktag
13. Februar - Gedenktag
Geboren
* um 1185
Gestorben
† 13. Februar 1237
Stand
Ordenspriester
Kanonisation
Seliggesprochen durch Papst Leo XII. am 10. Mai 1826

 

Jordan, gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Burgberg, Grafschaft Dassel (Weserbergland) geboren, kam mit etwa 25 Jahren als Student nach Paris. Als er im Frühjahr 1219 den heiligen Dominikus kennenlernte, dozierte er als Baccalaureus der Theologie an der Pariser Universität.

Dominikus war zur Visitation der seit einem Jahr in Paris lebenden Brüder gekommen. Jordan besprach sich mit ihm und beschloß auf seinen Rat hin, die Diakonenweihe zu empfangen.
 
DIE ERSTEN ORDENSMEISTER
1216-1221 Heiliger Vater Dominikus
1222-1237 Sel. Jordan von Sachsen
1238-1240 Hl. Raimund von Peñafort
1241-1252 Johannes von Wildeshausen

Einige Monate später setzte er sich mit dem eben aus Bologna eingetroffenen Bruder Reginald in Verbindung. Bei ihm entschied er sich, gemeinsam mit Heinrich von Köln in den Orden einzutreten. Die beiden Freunde empfingen den Habit im Konvent von Saint-Jacques am Aschermittwoch 12. Februar  1220.

Schon kurze Zeit später, im April 1220, gehörte Jordan zur Abordnung von vier Brüdern, die dieser Konvent zum ersten Generalkapitel nach Bologna (Pfingsten 1220) entsandte. Dominikus hatte es zur Ausarbeitung der Konstitutionen des Ordens einberufen.

Das Generalkapitel von 1221, das die Gliederung des Ordens in mehrere Provinzen einführte, wählte Jordan zum Provinzial der Lombardei. Er gehörte nicht zu den Kapitelsvätern. Auf die Nachricht seiner Wahl hin verließ er Paris. Bevor er in Bologna eingetroffen war, starb dort Dominikus am 6. August 1221.

Am 22. Mai 1222 wählte das Generalkapitel von Paris Jordan zum Nachfolger des heiligen Dominikus in der Leitung des Ordens. Während der 15 Jahre seiner Amtszeit wurde die Verfassung des Ordens ausgebaut.

Der Predigerorden breitete sich über ganz Europa und über Teile von Asien aus. Unermüdlich bereiste er alle Provinzen und nahm immer wieder Novizen auf, die ihm in Scharen zuströmten.

Er predigte vor allem in den Universitätsstädten und begeisterte viele Professoren und Studenten für den Orden.

In seiner Sorge, die kommenden Generationen in der »ersten Liebe« des Ordens zu erhalten, verfaßte er das Büchlein »Von den Anfängen des Predigerordens«. Dem sel. Jordan von Sachsen verdankt der Orden auch den Brauch, nach der Komplet das Salve Regina zu singen.

Noch nicht 50 Jahre alt, fand er den Tod bei einem Schiffbruch nahe der syrischen Küste am 13. Februar 1237, anläßlich einer Visitationsreise ins Heilige Land. Papst Leo XII. bestätigte am 10. Mai 1826 seine Verehrung.

 


Quelle: Proprium des Predigerordens, EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991, ISBN 3-88096-669-9

 

 

   
     
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