Hl. Agnes von Montepulciano
Foto: Agnes von Montepulciano
 
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Heilige Agnes von Montepulciano

Gedenktag
20. April - Gedenktag
Geboren
* 1268
Gestorben
† 20. April 1317
Stand
Jungfrau, Ordensfrau
Kanonisation
Heiliggesprochen durch Papst Benedikt XIII. am 10. Dezember 1726
Patronate
von Montepulciano

 

Agnes, um 1268 in Gracciano bei Montepulciano (Toskana) aus der reichen Familie Segni geboren, trat im Alter von 9 Jahren in das Kloster in ihrer Stadt ein. Als Fünfzehnjährige wurde sie - mit päpstlicher Dispens - Vorsteherin des Klosters von Procene bei Orvieto, an dessen Gründung sie maßgeblich beteiligt war. Unter ihrer Leitung erlangte dieses Kloster große Berühmtheit wegen seiner vorbildlichen Observanz.

22 Jahre später kehrte Agnes auf Bitten der Einwohner von Montepulciano zurück und gründete 1306 ein neues Kloster. Als Priorin stellte sie das Kloster unter die Regel des heiligen Augustinus. Da sie den Predigerorden und das Vorbild des heiligen Dominikus kennen gelernt hatte, wünschte sie einige Jahre später, dass die geistliche Leitung des Klosters voll und ganz dem Predigerorden anvertraut würde. 1311 wurde das Kloster dem Dominikanerorden rechtlich angeschlossen und von den Brüdern betreut.

Agnes verehrte Jesus und die Jungfrau Maria mit großer Frömmigkeit. Gestärkt durch die Gaben des Heiligen Geistes war sie ein leuchtendes Vorbild des Gebetes und der Nächstenliebe. Dank ihrer Tugend und ihres Einflusses hielt sie ihre Mitbürger an, nach Einheit und Frieden zu streben. Die heilige Katharina von Siena nannte sie "glorreiche Mutter" wegen ihrer Lehre und ihrer wahren Demut.

Agnes starb am 20. April 1317. Papst Benedikt XIII. nahm sie am 10. Dezember 1726 in die Schar der heiligen Jungfrauen auf.


Laudes
Oration

HERR, UNSER GOTT, du hast dir die heilige Agnes als Braut erwählt und sie mit glühendem Eifer im Gebet erfüllt. Gibt, dass wir nach ihrem Vorbild unser Herz zu dir hin lenken und dadurch an Güte und Liebe wachsen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 


Quelle: Proprium des Predigerordens, EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991, ISBN 3-88096-669-9

 

 

   
     
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